Home News News 2007 Aus für Christoph 31 Bravo - kein zweiter RTH für Berlin
22.
Sep
2007
Aus für Christoph 31 Bravo - kein zweiter RTH für Berlin PDF Drucken E-Mail

Wie dieser Tage intern durch den Innensenat und nun auch öffentlich verkundet wurde, wird es keinen zweiten Rettungshubschrauber am Bundeswehrkrankenhaus in Berlin-Mitte geben.


Innensenator Erhart Körting (SPD) habe prüfen lassen und nun entschieden, die Zahl von derzeit 15 Notarztwagen (NAW) bzw. Einsatzfahrzeugen (NEF) auf 18 aufzustocken. Ein Grossteil alter Einsatzfahrzeuge soll längerfristig ersetzt werden. Derzeit eingesetzte NAW mit drei Mann als Besatzung, werden durch NEF ersetzt (2 Mann) Einen zweiten Rettungshubschrauber (RTH) wird es zur Unterstützung von Christoph 31 nicht geben. Offenbar wollte sich hier niemand der Auffassung der durch die AOK vertretenen Krankenkassen widersetzen, nach der die Kosten für einen zweiten RTH in Berlin zu hoch seien.
So wird die Crew von Christoph 31 aller Voraussicht nach die Marke von 3.000 Einsätzen im laufenden Jahr, bis Jahresende wohl "knacken". Welch enorm hohe Belastung auf jeden einzelnen im Team lastet, wurde bei der Prüfung offenbar völlig aussen vor gelassen.

Künftig sollen nach einem neuen Struktur-Konzept der Berliner Feuerwehr, auch in den Randbezirken Berlins deutlich schneller bodengebundene Notarzteinsatzmittel am Einsatzort zur Verfügung stehen. Die neuen Fahrzeuge sollen nach derzeitigem Stand an den Wachen Haselhorst und Schöneberg kurzfristig und in Mariendorf längerfristig zur Verfügung stehen. Laut informierten Kreisen will man möglicherweise die Berliner Hilfsorganisationen mit ihren Fahrzeugen zur Unterstützung heranziehen.

Zum besseren Verständnis sei abschließend erwähnt, dass es auch weiterhin den am Berliner Flughafen Tempelhof stationierten Intensiv-Transport-Hubschrauber (ITH) mit dem Rufnamen "Christoph Berlin" geben wird. Er übernimmt als fliegende Intensivstation interhospitale Notverlegungen zwischen Krankenhäusern und kommt gerade auch in den Abend- und Nachtstunden bei primären Rettungseinsätzen zum Einsatz. Betrieben wird dieser vom ASB Arbeiter-Samariter-Bund und HDM (Partner im Team DRF).