Aufwendige Bergung der D-HKUG nach Triebwerksproblem
Am 06.06.2007 wurde die Crew von Christoph 31 gegen 13.00 Uhr zu einem Einsatz in die Steglitzer Herrfurthstraße gerufen. Der Pilot und der Rettungsassistent entschieden sich im Innenhof der Lepsiusstraße 73 zu landen. Nach erfolgreicher Behandlung des Patienten durch die medizinische Crew und Transport des Patienten mit dem RTW, meldete man sich wieder Einsatzbereit.
Während des Anlaufens der Triebwerke meldete der Bordcomputer jedoch einen metallischen Fremdkörper in einem der beiden Triebwerke, was den Piloten zum sofortigen Abbruch des Starts veranlasste.
Bei einer ersten Kontrolle durch herbei gerufene Techniker der ALT, konnte ein Metallstück ausgemacht werden, was zu der Entscheidung führte, den Hubschrauber per schwerem Kran bergen und mit einem Tieflader zur Station nach Steglitz abtransportieren zu lassen. Hierzu musste jedoch eine ca. 20 Meter hohe und etwa 10 Meter tiefe Häuserfront überwunden werden. Etwa 12 PKW mussten durch die Berliner Polizei entfernt werden, zum Glück konnten alle Halter ausfindig gemacht werden.
Die Arbeiten gestalteten sich schwierig, da es galt die EC-135 auf weichem Rasenuntergrund so nah wie möglich an die Häuserwand zu manövrieren.
Mit demontiertem Hauptrotor schwebte die gut 2 Tonnen wiegende Maschine gegen 23:30 Uhr, unter lautem Applaus zuschauender Passanten und Anwohner langsam über das Hausdach auf den bereitstehenden Tieflader zu. Nach mehr als 10 Stunden war der erste Schritt geschafft.
In einer zweiten Aktion galt es den Hubschrauber zum Hangar am Benjamin Franklin Klinikum zu transportieren. Dieses war gegen 3:30 Uhr geschafft.
Bereits um 19:00 Uhr traf die aus Halle-Oppin geholte D-HBLN als Ersatz am Standort ein. Pünktlich um 8:22 Uhr kam der erste Einsatz nach Kreuzberg.
Im Laufe des heutigen 07.06.2007 tauschten 2 Techniker der ALT dann das betroffene Triebwerk im Hangar aus, so dass die D-HKUG am Nachmittag auch wieder einsatzbereit zur Verfügung stand. Am Abend wurde die Maschinen wieder getauscht. Die D-HBLN geht somit wieder zurück nach Halle.
Zwei lange und anstrengende Tage sind vorüber, die Crew und Ich bedanken uns bei den unzähligen Helfern!!!
Fotos finden sich in einem Special in der Fotogalerie ...