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2008
Erneute Diskussion um zweiten RTH in Berlin PDF Drucken E-Mail

Wie der Berliner Morgenpost in der Ausgabe vom 16.06.08 zu entnehmen ist, wurde das Angebot des ADAC, einen zweiten Rettungshubschrauber (RTH) in Berlin zu stationieren, durch den für die Technik und Luftrettung zuständigen ADAC-Vizepräsident Werner von Scheven erneuert. Das Angebot sieht vor, einen zweiten RTH am Bundeswehrkrankenhaus Berlin zur Entlastung von Christoph 31 zu stationieren. Während der WM 2006 flog dort Christoph 31b in einem Zeitraum von drei Monaten 594 Einsätze.

Nachdem Christoph 31 mit 2990 Einsätzen im Jahr 2007 zum wiederholten Male der deutsche Rettungshubschrauber mit den meisten Einsätzen war, bot der ADAC Ende 2007 an, einen zweiten Hubschrauber in Berlin zu stationieren. Dieses lehnten jedoch die Krankenkassen und Innensenator Ehrhart Körting ab. Stattdessen wurden drei neue Notarzteinsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit ihren Standorten in Haselhorst, Schöneberg und Mariendorf angeschafft und eingerichtet.

Es bleibt abzuwarten, wie die aktuelle Diskussion ausgeht. Unterstützt wird das Angebot des ADAC durch die Vorsitzende des DRK-Landesverbandes Sabine Bergmann-Pohl, auch sie sprach sich kürzlich für einen weiteren RTH in Berlin aus.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Berlin einen zweiten Hubschrauber, allerdings als Intensiv-Transport-Hubschrauber (ITH), besitzt. "Christoph Berlin" ist 24h einsatzbereit derzeit noch am Flughafen Tempelhof stationiert und wird zum 1. November 2008 ans UKB Marzahn verlegt. Er fliegt in erster Linie Intensiv-Verlegungsflüge in Berlin und Brandenburg und ist für die Primärrettung im Stadtgebiet aufgrund der Größe des eingesetzten Hubschraubertyps (Bell 412) nur bedingt geeignet. Gerade Nachts, aber auch am Tage, kommt er gerade auf den umliegenden Autobahnen und Bundesstraßen in dringenden Fällen zum Einsatz bei Primäreinsätzen. "Christoph Berlin" wird vom Team DRF / HDM / ASB betrieben.

Seit 3. Juni 2008 betreibt der ADAC mit "Christoph 39" den modernsten deutschen Luftrettungs-Standort in Perleberg (Brandenburg). Nähere Informationen hierzu unter www.christoph-39.de

Link zum Artikel der Berliner Morgenpost: Hier

Daniel Bujack